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Die Formel von Bernoulli - Wege im (Bernoulli-) Gitter

Grundwissen zum Verständnis:

Wir interessieren uns für die Wahrscheinlichkeit bei 20 Versuchen genau 17 Treffer zu erzielen. Als Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer legen wir den Wert 70% fest. In der folgenden Gitter-Darstellung beschreibt jeder Pfeil nach rechts einen Treffer und jeder Pfeil nach unten eine Niete.
  1. Geht man bei n Teilschritten auf dem Weg von A nach B genau k Schritte nach rechts und die anderen n-k Schritte nach unten, so wählt man aus einer Menge von n unterscheidbaren Elementen genau k Elemente ohne Beachtung der Reihenfolge aus. Daher gibt es genau "n über k" mögliche Wege. Jeweils ein möglicher Weg wird in der Animation durch die Pfeile angezeigt.
  2. Jeden Teilschritt nach rechts gewichtet man mit der Trefferwahrscheinlichkeit p und jeden Schritt nach unten mit der zugehörigen Gegenwahrscheinlichkeit 1-p.
  3. Die Teilwahrscheinlichkeiten längs eines Weges werden multipliziert.
  4. Die (identischen) Gesamtwahrscheinlichkeiten für die "günstigen" Wege werden addiert.
Das Bernoulli-Gitter verdeutlicht mit diesen Vorüberlegungen die Bestandteile der Formel von Bernoulli. Tipp: Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten im Säulendiagramm zur Binomialverteilung bei der (grünen) Einstellung P(X=k) und z. B. n=20.

Nachteile bei der Darstellung mit Baumdiagrammen:

In der Regel werden Wahrscheinlichkeiten zu Bernoulli-Ketten mit einem Baumdiagramm veranschaulicht. Dieses ist dem Bernoulli-Gitter in folgenden Punkten unterlegen.
  • Eine n-malige Verzweigung führt im Baumdiagramm zu insgesamt Pfaden. Für n=10 sind das bereits 1024 Pfade. Spätestens für wird solch ein Baumdiagramm sehr unübersichtlich.
  • Das Zeichnen solcher Baumdiagramm ist zeitaufwendig.
  • Die günstigen Wege für k Treffer lassen sich nur schwer im Baumdiagramm veranschaulichen.
  • Die jeweils günstigen Pfade für benachbarte Trefferzahlen liegen nicht beieinander sondern sind meist über die ganze Breite des Diagramms verteilt.